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Bayerische Gartenschau "Natur in Alzenau 2015" - Ein Rückblick

Das Gartenschauteam hatte die Vorbereitungen für das große Ereignis rechtzeitig abgeschlossen. Am 22. Mai 2015 wurde die Gartenschau für die Bevölkerung eröffnet und alle Kindergärten in Alzenau waren eingeladen, die Spielplätze zu testen. Über 400 Kindergartenkinder nutzten diese Gelegenheit.

Die offizielle Eröffnung durch Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, erfolgte am 23. Mai 2015. Neben den dauerhaften Beiträgen wie Kneippbecken, Wein- und Rosengarten, Spielplätzen, Bewegungsparcours, Wind-, Wasser- und Sonnengärten sowie dem Aussichtssteg zur Kahl, hatten Vereine und Verbände auch zahlreiche temporäre Beiträge aufgebaut. Im Weinpavillon schenkten die Winzer ihre guten Tropfen aus, der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege informierte in der „Gartenoase für Jung und Alt“ über die Aktivitäten der Obst- und Gartenbauvereine, Garten- und Landschaftsbauer hatten die „Gartendetails“ errichtet, Baumschulen und Friedhofsgärtner lieferten Ausstellungsbeiträge und die Kirchen präsentierten sich im Bibelgarten. Die Imker informierten über die Bedeutung der Bienen, der Verein für Rasse- und Ziergeflügelzucht über die Haltung von Geflügel, die Partnerstädte waren mit Beiträgen vertreten sowie der Kinderhort der AWO mit einer Kräuterspirale.

Die Ministerien für Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten waren jeweils mit einem aufwendigen Pavillon mit Information über Bodenschutz bzw. Gartenbau und Landwirtschaft vertreten, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit Informationen über den Spessart und die Buchen. Die Feldgeschworenen zeigten historische Grenzsteine, der Bund Naturschutz informierte über den Biber, das Weingut Severin Simon über Destillate und im Pavillon des Landkreises präsentierten sich abwechselnd zahlreiche Gemeinden. Eine Klasse aus der Edith-Stein-Realschule hatte den viel beachteten Energieparcours errichtet.
Eine Herausforderung für die betreuenden Gärtner waren wegen der trockenen und heißen Witterung die 1.000 m² Sommerflor. Nur durch intensive Bewässerung konnte die Blütenpracht über die Wochen erhalten werden. Im Garten- und Handwerkermarkt konnten die Besucher Souvenirs und Gartenartikel erwerben. Schließlich war die Blumenhalle mit den neun Blumenschauen ein besonderer Anziehungspunkt.

Über die gesamte Dauer der Gartenschau von 87 Tagen wurde auf den drei Bühnen und im Gelände ein buntes Unterhaltungsprogramm mit über 2.000 Veranstaltungen von über 10.000 Mitwirkenden geboten. Die Darbietungen waren sehr vielfältig, von musikalischer Unterhaltung mit Chören und Orchestern über Theateraufführungen, Tanzdarbietungen, Informationen über Naturschutz, Gewässer und Gartenbau, Kräuterführungen und Kneippkurse, Weihrauchseminare und Meditationen im Bibelgarten, Buchlesungen und Fitnessübungen, Kochvorführungen und Einführung in die Schnapsbrennerei und vieles mehr. Besondere Beachtung fand das Sommerfest mit der Band Elaiza und dem Feuerwerk am 11. Juli 2015.
An zwei Familientagen (Main-Echo Familientag am 20. Juni 2015 und EVA Familientag 26. Juli 2015) wurde ein Programm für Alt und Jung geboten.
Auch für Kinder gab es ein vielfältiges Programm vom Kinderschminken, Anleitungen zum Bau von Insektenhotels über Musicals, Konzerte bis zu Gauklern, besonders hervorzuheben ist hier das Mitsingkonzert mit Rolf Zuckowski am 13. Juni 2015.

Daneben gab es noch in der Luhmännchen-Hütte das Kindermitmachprogramm, das von drei Pädagoginnen gestaltet wurde. Täglich fanden sich dort 20 bis 30 Kinder ein, um unter Anleitung mit Naturmaterialien zu basteln oder sich mit den bereitgehaltenen Spielgeräten zu beschäftigen.
Im Schulklassenprogramm wurden 27 verschiedene Themen (Solarwärme, Gewässeruntersuchungen, Wiesenbewohner, Wald und Holz, Wiesenkräuter, Welt der Bienen, Eulen, Schatzsuche in alten Elektrogeräten usw.) von unterschiedlichen Veranstaltern (Hochschule Aschaffenburg, Edith-Stein-Schule, Bund Naturschutz, Wasserwirtschaftsamt, Landesbund für Vogelschutz, Naturpark Spessart, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Gartenbauzentrum Bayern Nord, AOK Bayern, Firma bock machining, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, u.a.) angeboten. Rund 70 Schulklassen mit mehr als 1.600 Schülern aus Alzenau und der Umgebung buchten diese Veranstaltungen.
25 Gästeführer/innen waren für die Gartenschau ausgebildet worden. Diese und die Geschäftsführer hatten 420 Führungen über das Gelände zu bewältigen.

Zahlreiche prominente Besucher, die sich auch in das Gästebuch der Stadt eintrugen, konnte die Stadt Alzenau zur Gartenschau begrüßen. Neben Umweltministerin Ulrike Scharf besuchten auch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Justizminister Winfried Bausback sowie Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer, der Japanische Generalkonsul Takeshi Kamiyama und Landtagspräsidentin Barbara Stamm das Gartenschaugelände.

Auch der Bischof der Diözese Würzburg Dr. Friedhelm Hofmann und Regionalbischöfin im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg Frau Gisela Bornowski statteten der Gartenschau einen Besuch ab.

In zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen (z.B. Querbeet, Auf geht’s) wurde über die Gartenschau berichtet. Das Main-Echo informierte täglich über die Gartenschau, aber auch in der überregionalen Presse (FAZ, Süddeutsche, Offenbach Post usw.) wurde die Gartenschau gewürdigt.
Die Gartenschau wurde auch als Plattform für weitere Veranstaltungen genutzt, so wurde am 19. Juni 2015 der Tag der offenen Gartentür im Generationenpark gestartet, am 30. Juni 2015 wurden die Ökoprofit-Auszeichnungen im Energiepark vorgenommen und am 29. Juli 2015 wurden die Meister der Gärtnerberufe im Generationenpark freigesprochen.
Insgesamt wurden 284.066 Besuche bei der Gartenschau errechnet. 8.749 Dauerkarten waren verkauft worden (das entspricht 157.482 Besuchen). Die besucherstärksten Tage waren der 31. Mai 2015 mit 6.166 Besuchen (Tag der hessischen Chöre), der 2. August 2015 mit 6.120 Besuchen (Blaulichtertag) und der 26. Juli 2015 mit 5.989 Besuchen (Chöre und Orchester aus der Region). Die Hitzeperioden mit Temperaturen von fast 40° C (39,8° C wurden am 5. Juli und am 7. August in Alzenau gemessen) wirkten sich auf die Besucherzahlen negativ aus. So wurden für den heißesten Sonntag (5. Juli) lediglich 2.464 Besuche verzeichnet, auch am 7. August waren es nur 2.343 Besuche, im Durchschnitt konnten 3.265 Besuche verzeichnet werden, an Sonntagen bis zu 6.166. Die Hitzewelle führte auch dazu, dass sehr große Wassermengen (6.076 m³) für die Bewässerung verbraucht wurden. Am 16. August 2015 ging das „Sommermärchen“ mit der Fahnenübergabe an die Natur in Pfaffenhofen2017 zu Ende ging.

Inzwischen sind die Rückbauarbeiten bis auf kleinere Restarbeiten (Aufstellen von Bänken, Einebnen und Einsäen von Teilflächen, Abbau von zwei Gartendetails) abgeschlossen und der Bevölkerung stehen zwei schöne Parkanlagen zur Verfügung, die auch reichlich zum Bummeln und Entspannen genutzt werden.

Um die Stadt Alzenau bei der Erhaltung, Belebung und Weiterentwicklung der Parkanlagen zu unterstützen, wurde der Förderkreis Gartenschau Alzenau gegründet.