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Die Wildkatze zurück in Bayern

Die Umweltabteilung der Stadt Alzenau und der Bund Naturschutz in Bayern präsentieren eine Ausstellung zu diesem heimlichen Jäger vom 11. bis 22. September 2017 im Foyer des Alzenauer Rathauses.
22.09.2017
08:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Foyer des Alzenauer Rathauses
Alzenau (Kernstadt)

Intensive Bejagung, Lebensraumverlust und die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen - alles Gründe, warum die Wildkatze immer seltener wurde und bis in die 80er Jahre hinein in Bayern sogar als ausgestorben galt.

Dank zahlreicher Maßnahmen zur Rettung der scheuen und seltenen Jägerin (ganzjährige Schonzeit, nachhaltige Forstwirtschaft, Herstellung von Korridoren, Bau von Grünbrücken, Zucht und Auswilderung) kehrt die Wildkatze zum Glück wieder in vielen Regionen Bayerns zurück.

Beweise dafür liefern Sichtungen und indirekte Nachweise. Allerdings ist die Gefahr groß, eine Wildkatze mit einer Hauskatze zu verwechseln. Um ganz sicher zu gehen, wird eine genetische Analyse durchgeführt. Eine unkomplizierte Methode, lebende Wildkatzen zu untersuchen, ist die Lockstockmethode.

Dafür werden ca. 60 cm hohe, angeraute Dachlatten, im Wald aufgestellt. Im Alzenauer Wald wurden acht Lockstöcke aufgestellt. Am oberen Ende werden die Stöcke mit Baldrianextrakt besprüht. Katzen lieben den Geruch von Baldrian, vermutlich da er ihrem Sexuallockstoff sehr ähnlich ist. Vor allem in der Paarungszeit im Winter reiben sich die Katzen an den Stäben.

Die Haare, die daran klebenbleiben, werden wöchentlich mit einer Pinzette eingesammelt. Um sicherzugehen, ob es sich um Haare einer Wildkatze handelt, wird ein DNA-Test gemacht.

Den Test macht das Labor des Forschungsinstitutes Senckenberg in Gelnhausen. Jeder Test kostet etwa 200 Euro. Der genetische Fingerabdruck liefert dann den Beweis, dass Wildkatzen im Gebiet vorkommen. Außerdem erfährt man das Geschlecht der Wildkatze, ob die Haare von einer oder mehreren Wildkatzen stammen und ob die Wildkatzen miteinander verwandt sind.

Bei der Analyse einer Haarprobe aus dem Stadtwald Alzenau konnte im März 2017 eine Wildkatze nachgewiesen werden. Damit ist der Fund das westlichste gesicherte Vorkommen in Bayern. Insgesamt sind mehr als 800 Wildkatzen durch die Lockstock-Methode nachgewiesen worden. Der Bestand wird in Bayern auf etwa 500, in Deutschland auf etwa 5.000 bis 7.000 Wildkatzen geschätzt.

Zum Schluss die aktuellen Zahlen für die Landkreise Miltenberg, Aschaffenburg und Main-Spessart (Quelle: Bund Naturschutz, Thein): 159 Wildkatzennachweise, mindestens 40 Individuen, 13 Verkehrsopfer.

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