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15.09.2017

Waldbauverein Ahrweiler besucht Stadtwald Alzenau

Der Waldbauverein Ahrweiler e.V. (Eifel) unternimmt jedes Jahr eine forstliche Fortbildungsreise in andere Forstbetriebe. In diesem Jahr war der Spessart an der Reihe. Neben einem Furnierwerk, den Sehenswürdigkeiten von Aschaffenburg und den Eichenheisterblöcken im Hochspessart, besuchte eine 25-köpfige Gruppe am 6. September 2017 auch den Alzenauer Stadtwald.

Hier informierten sich die Waldeigentümer aus der Eifel über die Kiefernwirtschaft in Alzenau. Forstbetriebsleiter Bernd Handlbichler stellte in der Waldabteilung Jungtanne (Distrikt Mühlmark nördlich von Alzenau) zunächst die Kennzahlen des Stadtwaldes vor. Anschließend ging er auf die geschichtliche Entwicklung und auf die Kiefernanteile früher und heute ein. Dabei erläuterte er auch die klimatischen Änderungen und die Ergebnisse von Wachstumsuntersuchungen bei Kiefer und Buche. In einem 150-jährigen Kiefernbestand mit unterständiger Buche von schlechter Qualität wurden die Verjüngungsmöglichkeiten diskutiert. Neben Buchen sollen hier in Zukunft auch wieder Nadelbäume wie Douglasien oder Kiefern an der Bestockung beteiligt werden. Angesichts der immensen Buchenanteile in der Verjüngung im Gesamtbetrieb muss in Teilen aktiv auch für Nadelholznachwuchs gesorgt werden. Dies wird in Alzenau in zur Verjüngung anstehenden Beständen meistens im Wege der natürlichen Aussamung realisiert. In der Abteilung Meerfeld wurde hier ein Beispiel vorgeführt. Nach einer Holzerntemaßnahme und einhergehender Auflichtung wurde der schlechte Unterstand aus Buche beseitigt und der Boden als neues Saatbeet oberflächlich gemulcht. Bereits im ersten Jahr samten sich hier junge Kiefern flächig an. Inzwischen sind die Jungpflanzen soweit erstarkt, dass nach dem fünften Jahr im Altbestand nachgelichtet werden muss. Dies soll in diesem Winter geschehen. Danach kommen die jungen Kiefern richtig ins Ziehen und bald wird eine geschlossene Forstkultur entstanden sein.

Neben der Kiefernnachzucht ging Handlbichler auch auf die Problematik der Maikäfervermehrung ein. Ein Bestand in der Abteilung Schäferheide war besonders geschädigt, so dass gesetzte und abgestorbene Douglasien und Roteichen nachgepflanzt werden mussten. Wie die neue Kultur die nächste Massenvermehrung, die für nächstes oder übernächstes Jahr aufgrund von Probegrabungen erwartet wird, überstehen wird, bleibt abzuwarten.

Schließlich wurde noch über die Problematik der Spätblühenden Traubenkirsche in Alzenau gesprochen. Diese kennt man im rauen und kalten Klima der Eifel nicht.

Ende September wird der Kreiswaldbauverein die Fahrt in ganz ähnlicher Weise mit anderen Mitgliedern wiederholen. Geschäftsführer Bernd Schiffarth, ehemaliger Förster und Bürgermeister von Adenau, wird wieder nach Alzenau kommen und den Stadtwald in das Exkursionsprogramm aufnehmen.

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